Die lange Dürre!

 Unter den vielen, glitzernden Sternen ist einer der sich Erde nennt und auch von vielen, völlig unterschiedlichen Lebewesen bewohnt wird. Und eine Gattung dieser Erdbewohner nennt sich Mensch. Die Natur auf diesem Planeten hat dafür gesorgt, dass alle Kreaturen dieses Planeten, wenn sie im Einklang mit den natürlichen Gesetzmäßigkeiten leben, ihr Auslangen finden -und ein lebenswertes Dasein führen können.

Jedes Tier nimmt sich von der Vielfalt des Angebotes, das uns die Natur immer wieder aufs Neue auf einem schönen Teller anrichtet, nur so viel, wie es zum Leben und Wohlbefinden braucht. Der Kreislauf wäre damit immerfort gegeben und es könnte sich der Planet Erde immerfort in Ruhe um die eigene Achse drehen. Ja wäre da nicht der allen Bewohnern überlegene Mensch. Er bemächtigt sich der Fischlein im Wasser, der Tiere im Wald, der Insekten und Vögel in der freien Natur und entscheidet über deren Leben und Tod. Ja, er nimmt sich nicht nur was er zum Leben braucht, sondern viel mehr und immer mehr und mehr.

Während in anderen Teilen dieses Planeten die alles vernichtende „lange Dürre“ mit ihrem weinenden Kind Einzug gehalten hat und ihr tödliches Unwesen treibt, regiert in unseren Regionen noch immer Herr Neidbauer. Tonnen von Lebensmittel werden produziert und Tonnen davon landen auf die immer größer werdenden Müllberge. Riesige Bodenflächen werden mit Pflanzen bebaut, die dazu dienen, Tiere zu füttern, die in artfremder Umgebung und Stallungen aufwachsen müssen um in möglichst kurzer Zeit dem Menschen als Nahrungsmittel zu Schleuderpreisen angeboten werden zu können.

Die daraus entstandene Industrie ist bestrebt, dass die Bauern noch schneller und noch günstiger, allerdings zum Leidwesen der Tiere, produzieren. Fazit dieses tödlichen Kreislaufes ist, dass die Tiere noch mehr gequält werden, der Bauer aber ob seines riesigen Spritzmittel, Düngemittel – und Maschineneinsatzes nicht mehr lebensfähig ist und einer Arbeit außerhalb seines Hofes nachgehen muss um den Moloch Gigantomie dienlich sein zu können.

Täglich dröhnen die schweren, riesigen Maschinen über die Ackerflächen, verdichten somit den Boden, der immer weniger Ertrag bringt und immer öfter und intensiver mit chemischen Mittel gedüngt werden muss, um den Anforderungen der Industriegiganten gerecht werden zu können.

Insekten die zur Aufrechterhaltung des natürlichen Kreislaufes bestimmt sind, sterben massenweise an den giftigen Spritzmittel und schon schaut die „lange Dürre“ über den Berg um auch dieses, einmal so fruchtbare Land in Besitz zu nehmen.

                                                                                                                                                                                                                                                                                        Manfred Lasser